Institut für Frische- und
Lebensmittel-Logistik
FriLLog
Zuverlässigkeit
HACCP-Konzepte Prozesskosten-orientiert

HACCP-Konzepte (Allgemein)    

Prozesskosten-orientierte HACCP-Konzepte

HACCP-Konzepte, insbesondere im Sinne des Codex Alimentarius, dienen der Prozesssicherheit und damit primär der Lebensmittelsicherheit für die gesamte Lebensmittel-Prozesskette von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Handel bzw. Verkauf. Die Prozessanforderungen werden nach Sicherheits-Kriterien aufgebracht. Es wird jedoch meist nicht geprüft, was diese Aufwendungen eigentlich kosten und ob dieses Prozesse kostengünstiger und effizienter gestaltet werden können, ohne dass die Prozesssicherheit und damit die Lebensmittelsicherheit beeinträchtig werden.

Mittels Prozess-Simulation in Verbindung mit Prozesskostenrechnung können solche Prozesse in Hinblick auf Wirksamkeit, Sicherheit und vor allem Kosten untersucht werden. Das Ergebnis stellt ein kostenoptimales HAACP-Prozess-Konzept dar, welches in die Praxis umgesetzt werden kann.

Nachfolgende Abbildung zeigt beispielhaft eine solche Prozess-Darstellung, die die Grundlage für die Prozess-Simulation bildet. Die mit C bezeichneten Punkte stellen die kritischen Kontrollpunkte dar. Hingegen stellen die mit R bezeichneten Punkte die Stellen dar, an denen am schnellsten präventiv eingegriffen werden kann bzw. sollte.
Einsparungsüberlegungen zielen in Richtung der Reduzierung von C- und R-Punkten und einer besseren präventiven Wirksamkeit der Prozesse, die sich durch die Regelungs- bzw. Steuerungspunkte ergeben. Wesentlich dabei ist die hohe Wirksamkeit und Sensibilität der Regelungs- bzw. Steuerungsprozesse zur Vermeidung von Risiken als auch zur Gewährleistung bzw. schnellen Wiederherstellung der Lebensmittel- und damit der Lebensmittelprozess-Sicherheit.
Auf diese Weise kann gleichzeitig dem Aspekt der Vor- und Rückverfolgbarkeit Rechnung getragen werden. Weiterhin bietet die produktindividuelle Modellierung und Simulation die Grundlage für den sinnvollen Einsatz der innerbetrieblichen Logistik-Software.
Wesentlich bei dieser Methode ist, dass der Abfall, der durch Zeitverzug bei kritischen Messergebnissen infolge langer Prozessketten, so gering wie möglich gehalten wird. Damit ergibt sich ein Rechenmodell, bei dem unter anderem der Abfall dem Prozessaufwand für die Prävention gegenübergestellt werden kann.

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Prozesskette Abb. 1: Beispielhafter Lebensmittel-Prozess-Fluss mit kritischen Kontrollpunkten und Regelungspunkten für Präventionen. Die Qualitätskontrolle stellt einen separaten Prozess parallel zum Materialfluss dar.

Bitte nehmen Sie bei Interesse mit uns Kontakt auf, damit wir uns über die individuellen Fragestellungen unterhalten und Ihnen zu einer sinnvollen wirtschaftlichen Lösung verhelfen können.